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Kompetenzzentrum Soziale Dienste See

Kräfte im Bereich der Sozialen Dienste bündeln um Qualität und Effizienz zu steigern

Die gesellschaftlichen Veränderungen machen sich in den verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung bemerkbar. So auch im Bereich der Fürsorge.

Neben der Anzahl Fälle ist auch die Komplexität der Aufgabenstellungen gestiegen. Verschiedene gesetzlich regulierte Bereiche müssen bei der Fallbearbeitung berücksichtigt und koordiniert werden. Dadurch steigen die fachlichen und organisatorischen Anforderungen an die Mitarbeiter im Bereich der Sozialen Dienste.

Diese Entwicklungen sind auch im Bereich der Krankenkassenprämienausstände zu beobachten. Um die Kosten in einem gewissen Rahmen halten zu können, müssen diese Fälle professionell bearbeitet werden. Durch eine frühzeitige und kompetente Fallbearbeitung und Beratung können neue oder schnell anwachsende Fälle vermieden werden.

Die meisten Gemeinden im Thurgau sind organisatorisch gesehen so genannte „Mikrobetriebe“. Diese weisen in der Regel einen relativ hohen Anteil an Teilzeitstellen auf. Dies gilt insbesondere für das Fürsorgeamt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen ist die Rekrutierung von geeignetem Personal zunehmen schwierig. Stellvertreterregelungen sind unbefriedigend gelöst und der Aufbau bzw. der Unterhalt professioneller Strukturen schwierig. Die physische und psychische Belastung auf die Mitarbeiter steigt.

Der Gemeinderat ist zuständig für die Organisation der Verwaltungsstrukturen. Im Rahmen des Internen Kontrollsystem, bei dem die finanziellen Risiken der Gemeinde periodisch überprüft werden, hat der Gemeinderat Münsterlingen Handlungsbedarf erkannt. In Zusammenarbeit mit Gemeinden in der näheren Umgebung wurde das Thema sorgfältig analysiert und mögliche Lösungsansätze erarbeitet. Die Gemeinden sind sich darüber einig, dass Handlungsbedarf besteht.

Aus den verschiedenen Optionen hat sich der Zusammenschluss der Verwaltungseinheiten in Form eines Vereins als angemessen heraus kristallisiert. Durch das gemeinsame Bearbeiten der Fälle erhöhen sich die Fallzahlen, so dass ein kleines Team mit attraktiven und nachhaltigen Arbeitsplätzen entwickelt werden kann. Stellvertreterregelungen, Erfahrungsaustausch und Weiterbildung können dadurch angemessen sichergestellt werden. Die Nutzung von Synergien wird voraussichtlich die Kosten für die Fallbearbeitung reduzieren.

Das vorliegende Organisationsmodell wurde flexibel gestaltet, so dass die Mitgliedsgemeinden wählen können ob sie den Bereich Fürsorge und/oder das Case Management durch den Verein bearbeiten lassen wollen.

Auch die Fürsorgekommission, das behördliche Organ des Fürsorgewesens, kann im vorliegenden Lösungskonzept zusammengefasst werden. Dies indem eine Behörde, in der die Mitgliedsgemeinden paritätisch vertreten sind, gemeinsam gewählt wird. Es besteht aber die Möglichkeit, dass Mitgliedsgemeinden ihre bisherigen Behördenstrukturen beibehalten. Eine gemeinsam erarbeitete Richtlinie bildet die Arbeitsgrundlage für den Verbund.

Die Gemeinden geben dabei weder finanzielle noch behördliche Kompetenzen ab. Es werden lediglich Verwaltungsaufgaben gemeinschaftlich wahrgenommen. Die Gemeindebehörden der Mitgliedsgemeinden bilden die Trägerschaft des Vereins, wie auch der regionalen Sozialhilfe Behörde. Die Gemeinden behalten so die Kontrolle über die Fallenbearbeitung und die Verantwortung.

Im Vorprojekt haben seit Oktober 2016 acht Gemeinden mitgearbeitet. Fünf davon haben sich im Sommer 2017 dazu entschlossen, sich gemeinsam an die Umsetzung des Konzeptes zu machen.

So arbeiten die Gemeinden Güttingen, Bottighofen, Kesswil, Langrickenbach und Münsterlingen intensiv an der Gründung des Vereins „Kompetenzzentrum Soziale Dienste See“. Die Statuten liegen vor und die Zusammenarbeitsverträge sind bereits unterzeichnet. Der Gründungstermin ist auf den 18. September 2017 festgelegt.

Der Verein soll am 1.1.18 seine Arbeit aufnehmen. Standort wird vorerst die Gemeindeverwaltung in Münsterlingen sein. Möglichkeiten für Beratungsgespräche werden aber auch in Güttingen vorgesehen.
Logos der beteiligten Gemeinden
 

Datum der Neuigkeit 6. Sept. 2017