Chronologische Folge der Geschichte von Güttingen

799 Ins Licht der Geschichte tritt Güttingen in einer Urkunde vom 28.Oktober 799 unter dem Namen Cutaningin.
883 Eigentumsübertragung von Kaiser Karl dem Dicken an das Kloster St.Gallen.
1159-1357 spielen die Freiherren von Güttingen eine bedeutende Rolle, sie stehen in engen Beziehungen zum bischöflichen Hochstift Konstanz sowie zu den Klöstern St.Gallen, Salem und Katharinental. Der Stammsitz dieses ehemaligen, adligen Geschlechts befand sich am oder im See, gleich beim Dorfe, und wurde Kachel oder auch Wasserburg genannt. (Sie kommt in der Sage «Die Mäuse von Güttingen» vor.) Ein anderes festes Haus dieser Familie war die Moosburg.
1300-1305 Zwischen 1300 und 1305 verheiratete sich Adelheid von Güttingen mit dem Freiherrn I. von Enne und brachte ihm viele Güter im Thurgau ein. Ihr Gatte starb am 24.Februar 1335.
1338 verkaufte Frau Adelheid zusammen mit ihren Söhnen Rudolf und Etzel von Enne die Moosburg bei Güttingen mit Gütern, Rechten und Leuten um 1525 Pfund dem Ritter Hermann von Breitenlandenberg dem Alten.
1452 verkaufte Heinrich Ehinger. Stadtammann zu Konstanz, die Feste Moosburg und die Feste Kachel mit allen dazugehörenden Rechten um 700 Gulden an den Bischof zu Konstanz, der das nun geschaffene Amt Güttingen durch einen Obervogt verwalten liess. Nach mehr als 1000-jährigem Bestehen hob die staatliche Neuordnung unter der Franzosenherrschft zuerst die weltliche und dann auch die kirchliche Herrschaft des Bischofs von Konstanz auf.
1804 Der Grundbesitz des Bistums wurde vom Lande Baden säkularisiert, und die im Gebiete des Kantons Thurgau liegenden Güter gelangten durch den Meersburger Vertrag von Februar 1804 kaufweise in den Besitz des jungen Staates Thurgau. Aus der Liquidation der bischöflich-konstanzischen Güter erwarb die Waldkorporation Güttingen im Jahre 1807 den Bruder- und den Langwieshau, zusammen 63,5 Jucharten, zum Preis von 3500 Gulden.




Neuere Geschichte, Grösse und Wirtschaftsverhältnisse

Das Dorf umfasst eine Grösse von 965 Hektaren, wovon etwa 250 ha Wald sind. Die Einwohnerzahl beträgt gegenwärtig 1400.

Der Wald besteht zur Hauptsache aus der Korporationswaldung Güttingen und wurde am 24.Januar 1771 von Bischof Franz Konrad zu Konstanz durch die Stiftungsurkunde der Korporation zu Eigentum übertragen mit dem Schlusspassus:

«Solle die gehörter Massen überlassene Waldung für jetzt und die zukünftigen Zeiten, so lange Sonn, Mond und Sterne am Himmel stehen, ohne zerteilbar sein und beleiben.» 1807 wurde dann ein weiteres Stück dazu gekauft.

Im Jahre 1960 wurde ein neues Schulhaus mit sechs Schulzimmern und weiteren Räumen erbaut.

In den sechziger Jahren wurde die Güterzusammenlegung durchgeführt und 12 Siedlungen erstellt.

1979 konnte die Abwasserreinigungsanlage als Gemeinschaftswerk der Gemeinden Güttingen, Kesswil, Uttwil und Dozwil dem Betrieb übergeben werden.
1981 Eröffnung des Sporthafens «Zollerhus».
1985 Bau des Gemeindehauses.
1988 wurde die Unterführung unter der Hauptstrasse erstellt.
1989 Fertigstellung des neuen Reservoirs im Bleihof.
1991 Einweihung Seeradweg
1993 Übernahme der Gasversorgung durch die Gemeinde vom Gaswerk Romanshorn
1996 Sanierung Feuerwehrdepot
1997 Ausbau und Erweiterung des Reservoirs «Haldenacker» der Gruppenwasserversorgung
1998 Sanierung und Erweiterung der Abwasserkläranlage Kesswil
1999 Feier «1200 Jahre Güttingen»
2008 Kreisel Kunstwerk "Zusammenhalt"
2009 Gründung Feuerwehrzweckverband Altnau-Güttingen
2009 Feuerwehrdepot Altnau-Güttingen
2009 Mehrzweckhalle Rotewis